DIY Upcycling

Es ereilte mich die Frage: „etwas selber machen und dann bloggen – bist du dabei?“ – JA. Sehr gerne sogar. Wenn Nathalie fragt, ist man gerne dabei. Nicht nur, weil ich sehr gerne etwas selber mache. Auch weil ich neugierig bin, was die anderen so machen. Gestern z.B. hat Christin etwas vorgestellt – schaut mal vorbei es lohnt sich.

Meine Lieblingsjeans

Ihr kennt es sicherlich – diese non plus ultra Jeans, die von der Waschmaschine über das Bügelbrett an den Körper wandert und diesen Weg unendlich oft geht. Natürlich in möglichst kurzen Abständen. Versteht sich.

Doch dann geschieht das unfassbare aber eigentlich auch vorhersehbare: die ersten Defizite im Material machen sich bemerkbar. Sind es Defizite oder einfach und plump Nutzspuren?? Also ich bin von diesen Defiziten überzeugt. Schließlich darf es nicht einfach meine Lieblingsjeans werden, wenn sie dem sich immer wieder widerholenden Werdegang nicht gewachsen sieht….

So, zurück zu dem Materialdefizit: Der Verschleiß am Knie zeigt eindeutig: Diese Jeans macht es nicht mehr lang. Doch bis dahin wird noch der Kniebereich gestärkt mit Vlieseline, mit untergenähten Flicken. Zickzackstiche tun auch ihr Gutes doch irgendwann ist es dann so weit. Nix geht mehr. Nichts hält mehr. An beiden Knien ist der Stoff nun derart dünn und kaputt. Da wo aus dem kleinen Loch ein Megariss wurde ist nun die neue Länge der Hose bestimmt. Zack und ab mit dem unteren Beinkleid.

Ein wenig Wehmut macht sich nun breit. Denn ab jetzt kann ich diese tolle Hose nur noch in der warmen Jahreszeit tragen. Auch irgendwie blöd.

Achso, ich vergaß zu erwähnen, dass es dieses Model natürlich NICHT mehr zu kaufen gibt. Hat der Hersteller dann mal aus dem Programm genommen! (vermutlich da das Material nicht beständig genug war. Ging bestimmt vielen anderen Kundinnen ähnlich wie mir)

Was macht FRAU nun mit den abgeschnittenen Hosenunterbeinen? Hm, kurz überlegt, hier und da natürlich wieder durch das www gestreift und letzten Endes eine klare Entscheidung getroffen. Damit geht noch was. Während die meisten unter uns hergehen und aus dem oberen Teil einer Jeans eine Tasche nähen, bin ich nicht in der Lage, die gesamte Hose zu opfern. Auf keinen Fall. Taschen sind eh nicht so mein Bedarfspotenzial.

Etwas anderes muss her. Kurz in die ResteSCHATZkiste geschaut und fündig geworden. Hier und da ein wenig gemessen, geschoben, gehalten und gesteckt. Ja und dann natürlich genäht. Heraus kam dann dieser Kissenbezug. Kann sich doch sehen lassen. Oder?

DIY Kissen

 

Also. Du brauchst:

Stoffreste, ein Kisseninnenteil (z.B. 40x40cm), eine Nähmaschine

Schneide die Stoffreste so zu, dass jeder Stoffrest zusammengelegt für das Vorderteil nicht nur 40x40cm ergibt, sondern jeweils zusätzlich 0,5cm Nahtzugabe auf jeder Seite hat.

Dann nähst du die Stoffreste zusammen. Versäuberst die Kanten mit einem Zickzackstich

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und steppst von rechts noch einmal sauber und gerade ab (oder auch mit Zickzack). So knuddelt die Nahtzugabe nicht im Innenteil.

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Jetzt kommt die Rückseite. Diese sollte in 40×50 cm zugeschnitten werden. Etwa bei 30cm dieses Stück Stoff einmal durchschneiden. Somit erhältst Du ein Stück Stoff in 20×40 cm und einmal in 30×40 cm. Die Schnittkanten 2x á 2cm umschlagen und feststeppen.

Lege nun die Vorderseite mit der rechten Seite nach oben vor dich. Dann das 30×40 Stück rechts auf rechts darauf und nun das kleine Stück (die beiden frisch abgesteppten Kanten überlappen sich) wiederum darauf. Stecke die Vorder- und Rückseite fest und steppe rundherum ab. Versäubere die Nahtzugabe und wende das Kissen.

Rechts und links im selben Abstand muss noch je ein KamSnap auf die überlappenden Kanten angebracht werden.

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Fertig ist dein Kissenbezug. Und wenn Du weder eine Nähmaschine hast, noch Zeit und Lust, einen Kissenbezug zu nähen…dann schau doch einfach mal bei mir im Shop vorbei. Da findest du Kissen, die allerdings aus neuen Stoffen genäht sind.

Morgen zeigt uns Caro, was sie im DIY-Bereich erstellt hat. Ich freue mich schon darauf.