Zum 1.Advent gehört zur feierlichen Einstimmung auch etwas weihnachtliches auf die Kaffeetafel. Gewürzkuchen gibt es an jeder Ecke. In verschiedenen Variationen. Häufig ist man auf der Suche nach DEM Gewürzkuchen, vielleicht sogar nach dem aus der Kindheit. Warum nicht also einfach einen selber backen? Dieses Mal habe ich mich an diesem Rezept versucht – übrigens auch eine tolle Geschenkidee, wenn man den Teig in Gläsern ausbackt und anschließend schön verpackt.

Zutaten:
125g Schokoflocken, zartbitter (ich hatte keine Schokoflocken, nahm backfeste Schokotropfen)
5 große Eier – getrennt
1 Prise Salz
80g feinen Zucker
2 EL Vanillezucker echte Burbon (hatte ich auch nicht, also den normalen genommen)
1 TL gehäuft Orange-Aroma (ist nicht so unser Ding, also darauf verzichtet)
150g Marzipanrohmasse
1 EL Amaretto (ich nahm 1 ½ EL)
150g weiche Margarine
200g Dinkelmehl (typisch ich: Hatte ich auch nicht, habe Weizenmehl Typ 405 genommen)
2 EL Puddinpulver Vanille (da habe ich dann den mit Burbon genommen)
2 TL Backpulver gehäuft
2 EL Kakaopulver gehäuft
1 TL Zimt
1 Msp. Ingwer (hatte ich auch mal wieder nicht, weggelassen)
1 Msp. Muskat
1 Msp. Nelkenpulver
1 TL Lebkuchengewürz (der absolute Knaller: hatte ich auch NICHT! Ist mir noch nicht passiert. Also vorhandenen Lebkuchen gerieben und darunter gemischt)
4 EL Kirschen (ich nahm Schattenmorellen)
Etwas Mich

Zubereitung:
Eiweiß mit Salz und 2 EL vom Zucker steif schlagen und zur Seite stellen. Anschließend die Marzipanrohmasse zerpflücken und mit Orangenaroma und Amaretto cremig rühren. Aus dem Eigelb, dem restlichen Zucker, Vanillezucker und der Margarine eine cremige Masse herstellen. Mehl, Puddingpulver, Backpulver, Kakao und alle Gewürze vermischen und zusammen mit der Raspelschokolade unter die Eischaummasse rühren. Etwa 3 EL Milch und das Gemisch aus Marzipan-Orange und Amaretto hinzufügen. Sollte die Masse zu fest sein, kann gerne weitere Milch hinzugefügt werden.
Kommen wir nun zu den Kirschen. Sie halten einen Teig ja wirklich schön saftig. Doch was ist, wenn der Rest der Familie total gerne auf Kirschen verzichtet? Wie immer heißt die Lösung: Pürierstab! Somit wurden die Kirschen kurzerhand einmal kurz gehäckselt und unter den Teig gegeben. Danach kam das steif geschlagene Eiweiß, welches nur untergehoben wird. Nicht aber mit dem  Mixer unterrühren.

So. Kommen wir nun zum Backen:
Es gibt mehrere Möglichkeiten. Wer als Geschenk backen möchte, kann 6 Einmachgläser (300ml) mit Schraubverschluss leicht einfetten und mit Semmelbrösel ausstreuen. Achtet nur auf einen total sauberen Rand, damit die Gläser anständig zugeschraubt werden können.

Befüllt die Gläser zur Hälfte mit dem Teig und backt sie bei 180 Grad (die Gläser werden offen ohne Deckel in den Backofen gegeben) ca. 45 Minuten. STÄBCHENPROBE bitte machen.
Sobald ihr die Gläser aus dem Ofen genommen habt, bitte direkt verschließen. Kühl und trocken lagern ist auch hier ein Muss und da sie sich ein paar Monate halten, könnt ihr die Gläser schon für Weihnachten als Geschenk parat machen.

Wer aber keine Glasvariante möchte, der kann genauso wie ich auch, den Teig in eine beliebige Form füllen. Mir gefiel diesmal die Guglhupfform. Diese gefettet, den Teig hingegeben und 50 Minuten bei 160 Grad Heißluft gebacken.

Für Glasurliebhaber ist es natürlich ein MUSS, dem Kuchen eine Glasur zu verpassen. Diese gibt es ja  mittlerweile in den verschiedensten Varianten, so dass ein jeder für sich selber entscheiden kann, welche er nehmen möchte. Mir genügt voll und ganz ein wenig Puderzucker.

Ohne Sahne geht bei mir meist nix. Doch eine 08/15 Sahne kann man ja immer machen. Da dieser Kuchen ein wenig Amaretto inne hat, passt sowohl eine Amaretto-Sahne dazu oder auch einfach nur eine Zimtsahne.

Ich wünsche euch eine gemütliche Adventszeit und viel Spaß beim Nachbacken.

Quelle: Chefkoch.de