Einmal Ruhpolding bitte. Biathlon. Biathlon? Ja – Biathlon. Ich muss gestehen, dass ich bei diesem Sport die ahnungsloseste Person weit und breit bin. Getreu dem Motto: Ich verstehe gar nicht, wie man nur den 2. Platz belegen kann. Man hat doch ein Gewehr….. 😉

Aber mein Mann hätte dieses Erlebnis gerne. So fuhren wir mal nach Ruhpolding. Ich freute mich bereits auf die Schneelandschaft – hoffentlich haben wir welchen….So zuverlässig ist unser Wetter ja auch in den Gefilden nicht unbedingt.

Wir suchten uns eine Unterkunft. Dies gestaltete sich allerdings schon etwas herausfordernder. Denn wie so oft werden die Unterbringungen von den eingefleischten Fans bereits im Vorjahr gebucht. Doch wir hatten Glück und bekamen eine Ferienwohnung sehr zentral gelegen in Ruhpolding selbst. Sie war etwas teurer als geplant, doch dafür auch ganz neu und wie gesagt: zentral. Gebucht. Die Karten für das Event gab es noch nicht. Da mussten wir uns noch ein paar Monate gedulden.

Doch auch diese flogen an uns vorbei – die Monate – und von 5 möglichen Tagen, dem Sport beizuwohnen haben wir uns auf 3 Tage Anwesenheit im Stadion geeinigt. Denn irgendwie wollte ich auch etwas von der Gegend sehen. Was sich im Nachhinein als kluge Entscheidung herausstellte. Doch dazu gleich  mehr.

Mit dem Auto angereist: Schneeketten waren nicht nötig, denn die Straßen sind in der Regel in dieser Region geräumt. Das muss man den Bayern ja auch echt lassen. Sie wissen, mit diesen Wetterverhältnissen umzugehen. Das trifft nicht auf alle Regionen Deutschlands zu. Mit dem Auto zu reisen hat so manchen Vorteil. Man kann z.B. an Outletstores anhalten und nach Belieben bummeln.

In Ruhpolding dann angekommen, bezogen wir ganz gespannt unsere Ferienwohnung und waren ganz angetan. Schöne Wohnung, super Ausblick – aber kein Schnee! Klasse. Alles weg. Aber nur bei uns. Etwas weiter – so Richtung Reit im Winkl – da lag Schnee. Also waren doch noch Aktivitäten im Schnee möglich.

Aber erst war die Eröffnungsfeier angesagt. Da mussten wir natürlich hin. Diese fand im Ort statt und alles war super einladend und urig hergerichtet. Wie so ein kleiner Weihnachtsmarkt. Mit einer Bühne und einigen Holzhütten im Rondell aufgebaut. Der Platz füllte sich und ein wunderschönes Feuerwerk krönte nach der langen Vorstellungsrunde die Eröffnung.

Rauschberg

Unsere Vermieterin hat uns ganz doll ans Herz gelegt, auf den Rauschberg zu fahren. Es sei wunderschön dort. Wir versuchten dies und fuhren zur Rauschbergbahn. Der Föhn hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht. Durch den entstandenen Wind fuhr die Bahn nämlich nicht. Am nächsten Tag machten wir einen neuen Versuch und siehe da: Ich kam nicht drum herum, in eine dieser Gondeln zu steigen. Ja, ich mag sowas nicht. Aber hey – HAMMER! Gondelfahrt habe ich richtig gut überstanden und wurde für meinen Mut mit so viel unfassbar schöner Aussicht belohnt!

Salzburg – einen Ausflug wert!

Salzburg – mal ganz ehrlich. Wenn man schon so dicht an dieser traumhaft schönen Stadt ist, sollte ein Gang durch die City und wenn möglich ein Besuch der Burg eingeplant werden. Wir hatten nicht die wärmsten Temperaturen aber dafür eine klare Luft mit toller Sicht. Mit der Kutsche durch die Stadt zu fahren, lohnt sich auf jeden Fall. Erstrecht wenn nicht so viel Zeit zur Verfügung steht, du aber so viel wie möglich sehen möchtest.

Schneeschuhwanderung

Ein weiterer Tag bei bombastisch tollen Wetter stand uns bevor und wir hatten bereits am Ankunftstag im Touribüro eine Telefonnummer erhalten, über die wir eine Schneeschuhwanderung buchten. Diese stand uns nun bevor. Wir waren nicht die Einzigen, ein weiteres Pärchen hatte sich zur Wanderung angemeldet. So waren wir dann mit dem Guide zu fünft unterwegs und das Abenteuer konnte beginnen. WAHNSINN!!!! Selbst mein Mann, der dieser Aktion skeptisch gegenüber stand, war vollkommen angetan und würde es wieder mitmachen. So grandios in der Natur gehen, diese Stille, diese unvergesslichen Momente und Augenblicke….hierfür war auch keine spezielle Kondition von nöten. Wenn du also die Natur genießen möchtest, dann solltest du eine Schneeschuhwanderung ins Auge fassen.

Der eigentliche Grund unserer Reise:

Die folgenden 3 Tage verbrachten wir im Stadion. Hier gab es eine Menge zu sehen. Schon bevor der Lauf losging. Einige Aktionen wurden angeboten. Sei es eine Tour mit einem der vielen BMWs inklusive Erläuterung der einzelnen technischen Finessen, Schiessen, Autogrammstunde, Party im Zelt, Essen und Trinken in einer der vielzähligen Holzbuden rund um die Strecke. Ja – auch für Unwissende ist dies ein Erlebnis.

Auf dem Weg nach Hause sind wir dann  –  oh Wunder – an einem weiteren Outlet vorbei gekommen. Und wie sollte es anders sein? Wir sind natürlich hineingegangen. Shoppingtime. Kaum zu glauben. Da denkst du, du hast das Auto voll mit Gepäck und Gedöns – findet sich doch glatt noch Platz für die eine oder andere Tüte, die wir im Outlet erstanden haben. Jetzt aber ab nach Hause. Genug Wirtschaft angekurbelt. Jetzt bist du dran!